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Personenwagen 46

Fahrzeugdaten

  • Achsanordnung
2
  • Hersteller
Werkstatt der Straßburger Straßenbahn
  • Fabrik-Nummer
?
  • Baujahr
1909
  • Fahrzeugmasse
9 t
  • Länge über Puffer
nominell 10,1 m
  • Bremsausrüstung
derzeit keine
  • Bremsgewicht
-
  • Art der Beheizung
derzeit keine, zuletzt Ofen- und Dampfheizung
  • Anzahl der Sitzplätze
derzeit nicht bestimmt
  • letzte Betriebsverwaltung
Mittelbadische Eisenbahn-Gesellschaft (MEG)
  • bei der Selfkantbahn seit
1996
  • Status
abgestellt, Inbetriebnahme mittelfristig vorgesehen

Fahrzeuggeschichte

Zweiachser aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg

In der mittelbadischen Rheinebene sowie im da­mals zu Deutschland gehörenden Elsaß entstand in den achtziger und neunziger Jahren des vorletzten Jahr­hunderts ein zusammenhängendes Meterspurnetz von über 400 km Länge, das größtenteils von der Straßburger Straßenbahn (SSB) betrieben wurde. Nach der Grenzziehung durch den Versailler Ver­trag 1919 wurde das Netz geteilt: Straßburg und die linksrheinischen Strecken lagen nun in Frankreich. Für die verbliebenen rechtsrheinischen Linien zwi­schen Rastatt und Lahr mit ihrem kleinbahnähn­lichen Betrieb wurde 1923 die Mittelbadische Ei­senbahn-Gesellschaft (MEG) gegründet.

Für diese dampfbetriebenen Linien beschaffte die SSB 1909 und 1914 eine Serie von 11 zweiachsi­gen Personenwagen. Die Wagen des Baujahres 1909, darunter der Wagen 46, wurden in der Hauptwerk­stätte Straßburg selbst gebaut. Die Bauart lehnte sich an die Hauptabmessungen einer schon seit 1897 vorhandenen Wagenserie einer belgischen Waggonfabrik an.

Im Laufe der Jahre blieben diese Wagen, die 1923 an die MEG übergingen, fast unverändert. Bei eini­gen oder allen (das wissen wir nicht) wurde für den Einsatz hinter Triebwagen in den dreißiger Jahren jeweils eine Sitzbank entfernt und ein Kohleofen eingebaut; die vorhandene Dampf­heizung blieb jedoch erhalten. Die Farbgebung des Wagens 46 und der anderen, gleichartigen Wagen war zunächst grün und nach Beschaffung der Triebwagen in der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre zumindest teilweise blau-crème. Es war bisher nicht möglich, den Zeitpunkt der Umlackierungen der MEG-Personenwagen zu datieren.

Die rote Lackierung der sech­ziger Jahre hat der Wagen 46 im Betrieb nicht mehr erlebt.

Bei der Einstellung des Personenverkehrs 1970 waren noch drei Wagen vorhanden und wurden von der Selfkantbahn, die damals gerade im Aufbau war, übernommen. Der Wagen 46 dagegen diente bereits seit 1962 als Anglerheim bei Schiftung (Baden) und wurde, nachdem seine dortige Existenz in interessierten Kreisen schon lange bekannt war, 1995 von einem Mitarbeiter der Selfkant­bahn erstmals besucht. Der Eigentümer gab das Fahrzeug dankenswerterweise kostenlos ab, so daß es seit Oktober 1996 die Sammlung des Kleinbahn­museuns bereichert. Wagenkasten und Rahmen sind komplett erhalten, lediglich Fahrwerk und Bremsen müssen rekonstruiert werden. Die hierfür erforderlichen Teile sind dank der Mithilfe des Brücke e. V. in Blankenburg (Harz) seit 2010 bereits größtenteils vorhanden.

Bis zur Erreichung dieses Zieles ist es noch ein weiter Weg, aber das Kleinbahnmuseum hat sich einen stilreinen Perso­nenzug der Mittelbadischen Eisenbahn zum Ziel gesetzt: Dampflok 46 oder 101, Personenwagen 46 und die baugleichen Wagen 45, 54 und 56. Die beiden eben­falls vorhandenen Triebwagen T 7 und T 13 dokumentieren das Dieselzeitalter bei der MEG.

© Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr e. V.