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Dampflok 20 "Haspe"

Fahrzeugdaten

  • Achsanordnung
Bn2t
  • Hersteller
Lokomotivfabrik Arn. Jung, Jungenthal (Sieg)
  • Fabrik-Nummer
12783
  • Baujahr
1956
  • Fahrzeugmasse
-
  • Länge über Puffer
-
  • Bremsausrüstung
Extersche Wurfhebelbremse und Druckluftbremse
  • Bremsgewicht
7 t
  • Leistung
nicht bestimmt, geschätzt 200 PS
  • letzte Betriebsverwaltung
Klöckner-Hütte, Hagen-Haspe
  • bei der Selfkantbahn seit
1973, erworben 1972
  • Status
Betriebsfahrzeug

Fahrzeuggeschichte

Neben den schmalspurigen Kleinbahnen gab es eine große Anzahl schmalspuriger Werks- und Industriebahnen. Für diese Betriebe entwickelten einige Lokomotivfabriken nach dem Baukastensystem Typenreihen für Lokomotiven verschiedener Spurweiten und Leistungsklassen. Die Lokomotivfabrik Jung in Jungenthal/Sieg besaß ein solches Programm schon in den Zwanzigerjahren. Diese Maschinen der "Standardkollektion" konnten nach Katalog bestellt werden. Während des 2. Weltkrieges durften nur noch Lokomotiven eines Standardprogramms, die Kriegsdampflokomotiven (KDL), von Lokomotivfabriken im deutschen Machtbereich hergestellt werden.

Aus dem Typ KDL 10 dieses Programms abgeleitet, lieferte Jung 1956 drei Maschinen an die 900 mm-Werksbahn der Klöcknerhütte in Hagen-Haspe. Die robuste Bauart der Dampflokomotiven 19, 20 und 21 bewährte sich auch im harten Betriebseinsatz bei der Hasper Hütte. Im Frühjahr 1970 entschloss sich die IHS, die gerade abgestellte Lok 19 zu erwerben. Nach dem Umbau auf eine Spurweite von 1000 mm wurde die Lok ab dem 10. Juli 1971 auf der Selfkantbahn eingesetzt.

Dieser Weg war nicht ohne Beispiel, denn auch die Mittelbadische und die Oberrheinische Eisenbahn ergriffen nach dem Krieg die günstige Gelegenheit, ihren Fahrzeugpark aufzufrischen und kauften bei Krauss-Maffei bereits werksseitig für 1000 mm Spurweite vorgesehene Maschinen des Typs KDL 10. Hier bewährten sich die Maschinen auch im Streckendienst.

Im Zuge der Stillegung der Hasper Hütte 1972 kaufte die IHS auch noch die beiden freiwerdenden Schwestermaschinen 20 und 21. Ihre Namen erhielten die Lokomotiven erst bei der Selfkantbahn: 1980 wurde die Lok 20 auf den Namen "Haspe", 1986 die Lok 21 auf den Namen "Hagen" getauft. Die politische Wende in der DDR im Jahre 1989 machte es dann möglich, daß die Lok 20 im Jahre 1991 als eine der ersten Museumsdampflokomotiven in der Werkstätte des ehemaligen VEB Mansfeld-Kombinats Wilhelm Pieck des Mansfelder Bergbaureviers eine große Revision erhielt. Die Lok 19 ist seit 1977 abgestellt, die Lok 21 befindet sich seit langer Zeit in Aufarbeitung.

© Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr e. V.