Developed in conjunction with Joomla extensions.

Volltextsuche

Reguläre Fahrtage im Jahr 2017

Keine Termine

Die nächsten Veranstaltungen

02.12.2017
Nikolausfahrten
03.12.2017
Nikolausfahrten
04.12.2017
Nikolausfahrten
05.12.2017
Nikolausfahrten
06.12.2017
Nikolausfahrten

Das aktuelle Wetter im Selfkant

WetterOnline
Das Wetter für
Gangelt

Dampflok 101 "Schwarzach"

Fahrzeugdaten

  • Achsanordnung
Bn2t
  • Hersteller
Lokomotivfabrik Krauss-Maffei, München-Allach
  • Fabrik-Nummer
17627
  • Baujahr
1949
  • Fahrzeugmasse
-
  • Länge über Puffer
-
  • Bremsausrüstung
Extersche Wurfhebelbremse und Druckluftbremse
  • Bremsgewicht
-
  • Leistung
nicht bestimmt, geschätzt 180 PS
  • letzte Betriebsverwaltung
Vereinigte Dampfbahnen Bern, zuvor Mittelbadische Eisenbahn-Gesellschaft (MEG)
  • bei der Selfkantbahn seit
2002
  • Status
Betriebsfahrzeug

Fahrzeuggeschichte

Eine neue Dampflokomotive bei der Selfkantbahn!

Die nunmehr vierte Neuerwerbung der Selfkantbahn auf dem Gebiet der Triebfahrzeuge innerhalb von nur fünf Jahren bringt eine Dampflokomotive zurück auf deutsche Schienen, die in den letzten 30 Jahren eine Bleibe in den Schweizer Bergen gefunden hatte: Die Dampflokomotive 101 der früheren Mittelbadischen Eisenbahn-Gesellschaft!

1949 wurde diese Lok für die Oberrheinische Eisenbahngesellschaft (OEG) in Mannheim zusammen mit einer Schwesterlok Nummer 100 von Krauss-Maffei nach dem Standardtyp KB 10, welcher weitgehend der Kriegsloktype KDL 10 entspricht. Bereits 1958 wurde sie, nach Beschaffung neuer Diesellokomotiven für den Güterverkehr im Raum Mannheim, an die MEG verkauft und dort auf den Strecken rund um Schwarzach eingesetzt. Jedoch schon Mitte der Sechzigerjahre war Lok 101 (dort hatte sie ihre Nummer behalten!) nur noch Reserve, und fand schließlich 1969 in der EUROVAPOR einen neuen Eigentümer, der sie für einen damals neu aufgezogenen Museumsbetrieb auf Meterspurbahnen im Raum Bern (Solothurn-Zollikofen-Bern-Bahn und Vereinigte Bern-Worb-Bahnen) benötigte.

Mitte der 90er Jahre erhielten die Sektionen der Eurovapor mehr Eigenständigkeit durch Gründung einzelner Vereine an den verschiedenen Standorten, womit der Betrieb Worblaufen nunmehr als Vereinigte Dampfbahnen Bern firmierte. Hier verblieb sie bis Ende 2001 im Einsatz, wobei sie im Jahr 1994 im Raw Meiningen einen Neubaukessel erhalten hatte.

Leider musste aus betrieblichen Gründen der Sonderzugverkehr auf den Strecken der RBS (die heutige Bezeichnung der zwischenzeitlich fusionierten Berner Vorortbahnen) aus betrieblichen Gründen zum Jahresende 2002 beendet werden. Ein Anfang 2002 aufgetretener Defekt an den Heizrohren führte dazu, dass der Betrieb Worblaufen der VDB, wie die mittlerweile selbständige Sektion Bern der Eurovapor nunmehr hieß, im Jahr 2002 schon nicht mehr aufgenommen wurde. Die Selfkantbahn konnte so diese Maschine erwerben, die die schon vorhandenen Sammlungen von Fahrzeugen der OEG (bisher 6 Stück) und der MEG (bisher 8 Stück) hervorragend ergänzt.

Des weiteren ermöglicht sie einen interessanten Vergleich mit den angeblich ebenfalls der KDL 10-Typ entsprechenden Lokomotiven der Hasper Hütte.

Bereits im Jahr 1998 war die Lokomotive MEG 101 schon einmal bei der Selfkantbahn, aber nur in Form dieses schönen Im-Modells.

        

Am 10. September 2002 fand der Abtransport der Lok 101 aus dem Depot Worblaufen der RBS statt.

In der Lokwerkstatt der MaLoWa in Benndorf/Sachsen-Anhalt erhielt sie im Oktober 2002 einen neuen Rohrsatz und eine Dampfheizeinrichtung. Nach erfolgter Revision fand am 15. November 2002 eine erste Probefahrt von Schierwaldenrath nach Birgden statt, auf der die Maschine ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis stellen konnte.  

Am Morgen des 10.9.2002 steht die G2/2 101 nach im Depot Worblaufen, bereits ohne die automatischen +GF+-Kupplungen.

        
Gruppenbild mit Mitarbeitern der VDB, der RBS und der IHS in Worblaufen nach Verladung der 101.
        
Die erste Probefahrt nach der Kesselrevision und Hauptuntersuchung brachte die Lok auch über den "Starzender Berg" bis Birgden.
        
Während der Winterpause waren die Selfkantbahner nicht untätig, und von kundiger Hand wurde die Lokomotive teilweise neu lackiert, wobei sie dem früheren Zustand vor 1969 wieder angeglichen wurde. Führerhaus und Wasser-/Kohlekästen zeigen sich nun in flaschengrün mit gelber Beschriftung.
  

        

Loktaufe am 10. Mai 2003

Zum 10. Mai 2003 hatte die Selfkantbahn zur feierlichen Einweihung der Lok und Taufe auf den Namen "Schwarzach" als Erinnerung an ihre frühere Heimat eingeladen, und viele kamen. Bei gutem Wetter und mit vielen Fahrgästen wurde so ein kleines, aber gelungenes Eisenbahnfest gefeiert.

Eine gelungene Überraschung war das Gastgeschenk der Gemeinde Rheinmünster für die Selfkantbahn, hier überreicht durch Herrn Bürgermeister Pautler (im Bild links). In Bildmitte Herr Regierungspräsident Roters, rechts der 1.Vorsitzende der IHS, Herr Jansen.

        
Herr Lusch, ehemals Bahnhofsvorstand der MEG in Schwarzach, gab Zp 9 für die erste Fahrt der 101 nach Gillrath.
        
Noch ist der neue Name verhüllt.
        
Die Taufe der Lok 101 durch Herrn Regierungspräsidenten Roters aus Köln auf den Namen Schwarzach klappte im ersten Versuch.
        
Das Orchester der Kreismusikschule sorgte für eine gelungene musikalische Umrahmung der Festlichkeit.
        
Ferner war die Lok 46 der MEG am Bahnsteig ausgestellt.
  

Mit diesem Erwerb dokumentiert das Kleinbahnmuseum Selfkantbahn ein weiteres Stück badischer Kleinbahngeschichte, wurde doch mit ihrer Inbetriebnahme die Möglichkeit geschaffen, einen vollständigen Zug aus Fahrzeugen der MEG im Betrieb zu zeigen.

Lok 101 "Schwarzach" nach ihrer Inbetriebnahme durch die Selfkantbahn.
        
Leider - wie so vieles - war auch dieser Neuerwerb nicht kostenlos, sondern verlangte der Selfkantbahn erhebliche finanzielle Bemühungen ab. Auch die Kesselrevision schlug mit einem erheblichen Betrag zu Buche, weswegen wir an dieser Stelle auf unser Spendenkonto hinweisen wollen. Für Spenden mit dem Hinweis auf die Lok 101 gibt es ab einem Betrag von 250 € als Dankeschön einen Nachguß des Fabrikschildes der Lok.

 

© Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr e. V.