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Diesellok V 14 "List"

Fahrzeugdaten

  • Achsanordnung
Bdm
  • Hersteller
Sylter Inselbahn, ursprüngliche Lok Deutsche Werke Kiel (DWK)
  • Fabrik-Nummer
627
  • Baujahr
1937
  • Fahrzeugmasse
-
  • Länge über Puffer
5,2 m
  • Bremsausrüstung
K-PmZ (Knorr-Einkammerdruckluftbremse für Personenzüge mit Zusatzbremse)
  • Bremsgewicht
14 t
  • Dienstgewicht
15,4 t
  • Leistung
180 PS
  • Motortyp
Büssing S 13
  • letzte Betriebsverwaltung
Sylter Inselbahn
  • bei der Selfkantbahn seit
1973, erworben 1972
  • Status
mit Getriebeschaden abgestellt, Inbetriebnahme möglichst bald vorgesehen

Fahrzeuggeschichte

Typisierte Schmalspurlok im Umbauzustand der fünfziger Jahre

Die Deutschen Werke Kiel (DWK), die sich bereits in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts mit der Ent­wicklung von Verbrennungstriebwagen einen Namen gemacht hatten, boten ab 1931 ein typisiertes Motorlok-Programm für Klein-, Feld ­und Anschlußbahnen an. Es gab vier Typen­reihen mit Motorleistungen von 55 bis 125 PS, jeweils lieferbar in den Spurweiten von 600 bis 1435 mm (Normalspur). Nicht alle diese Angebotsvarianten wurden auch gebaut. So ist die heutige V 14 das einzige je gebaute schmalspurige Exemplar des Types D 100 (= 100-PS-Motor), gleichzeitig auch die letzte DWK-Schmalspurlok.

Die Loks waren zweiachsig und hatten einen einseitig angeordneten Endführerstand mit niedrigerem Motorvorbau. Die Kraftüber­tragung erfolgte über ein mechanisches Ge­triebe und Antriebsketten auf die Radsätze.

Die heutige V 14 wurde 1937 gebaut und am 21. Januar 1938 an die Seefliegerhorstkommandantur List geliefert, die sie auf ihrer An­schlußbahn an die Sylter Nordbahn (Wester­land - List) einsetzte. Nach dem Krieg wurde sie von der Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG) übernommen, in der die Nord- und die Süd­bahn aufgegangen waren. Bei der SVG trug sie die bereits seit 1939 gültige Bezeichnung L 20.

Mitte der fünfziger Jahre wurde die Sylter Inselbahn als Straßenbahn neu konzessioniert, was betriebliche Erleichterungen mit sich brachte. Im Jahre 1957 baute die Werkstätte Westerland die L 20 grundlegend um, wobei nur das Fahrgestell, die Radsätze und ein Teil des Getriebes erhalten blieben. Die Lok erhielt einen komplett neuen Aufbau mit Mittel­führerstand, eine neue Antriebsanlage mit einem Büssing-S-13-Motor samt Fünfganggetriebe sowie eine Druckluftbremse in LKW-Bauart. In die­ser Form war sie bis zur Stillegung der Insel­bahn Ende 1970 im Einsatz und erreichte jähr­liche Laufleistungen von rund 14.000 km.

1973 kam sie zur Selfkantbahn, mußte aber bereits 1974 mit einem schweren Getriebe­schaden abgestellt werden. Erst 1983 ging sie nach gründlicher Aufarbeitung mit ihrer ur­sprünglichen Betriebsnummer V 14 und dem neuen Namen "List", der an ihren ersten Einsatzort erinnern soll, wieder in Betrieb. Sie wird vorwiegend im Bauzug- und Rangier­dienst eingesetzt, ist aber zu besonderen An­lässen auch vor Personenzügen zu sehen.

Aktuelles

Hier folgen noch weiterführende Informationen zum aktuellen Stand.

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